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Dieses Kooperationsprojekt (2022/23) an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) demonstriert das enorme Leichtbaupotenzial industrieller Handhabungssysteme. Durch die Kombination von Metall-3D-Druck und Topologieoptimierung wurde ein standardisierter Schunk 2-Finger-Parallelgreifer radikal gewichtsoptimiert.

Ziel war es, ein Maximum an Materialeinsparung bei voller Funktionalität zu erreichen, um den Einsatz kleinerer, kosteneffizienterer Industrieroboter zu ermöglichen und eine ressourcenschonende Produktion zu fördern.

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Projektinhalte und -ziele:

➤ Systemanalyse: Demontage des Originalgreifers zur Bestimmung von Funktionsflächen und Einzelteilmassen sowie Erstellung eines digitalen Zwillings.

➤ Gewichtsanalyse: Identifikation des Grundgehäuses als Hauptgewichtstreiber (1174 g, ca. 47 % der Masse des Grundkörpers).

➤ Optimierung: Anwendung der Topologieoptimierung mittels Siemens NX unter Berücksichtigung berechneter Lastfälle und Fertigungsrestriktionen.

➤ Funktionsintegration: Entwicklung strömungsoptimierter Luftkanäle und Integration einer Kameraaufnahme zur Werkstückerkennung.

➤ Flexibilität: Konstruktion einrastbarer Spannbacken für variable Breiten (20–140 mm) sowie additiv gefertigter TPU-Backen zur Anpassung an komplexe Geometrien.

Ergebnis:

➤ Massive Gewichtseinsparung: Reduzierung des Gesamtgewichts um 60,1 % (von 4742 g auf 1819 g).

➤ Wirtschaftlichkeit: Senkung von Beschaffungs- und Betriebskosten durch das mögliche „Downsizing“ der Robotik-Hardware.

➤ Innovative Fertigung: Erfolgreiche Realisierung eines Kunststoffdemonstrators und eines Metallprototyps in Zusammenarbeit mit dem Center Additive Metal Printing (CAMP).

➤ Nachhaltigkeit: Signifikante Material- und Ressourceneinsparung als Technologieträger für die Produktion der Zukunft.